14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Allensbach-Umfrage: Deutschland will Erneuerbare Energien

Allensbach-Umfrage bestätigt breite Zustimmung zur Energiewende

In den nächsten 30 Jahren sollen nach Meinung der Deutschen vor allem Sonne, Wind und Wasser die Energieversorgung der Bundesrepublik sichern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie (IfD) in Allensbach. 71 Prozent der Befragten sprechen sich für Sonnenenergie aus, 57 für Windkraft und 44 für Wasserkraft. Danach kommen Erdgas (35 Prozent), Atomkraft (21), Erdöl (14), Kohle und Stromimporte (5).

Zwar glauben 45 Prozent der Deutschen, dass Atomkraftwerke jederzeit genügend Strom liefern können (Sonnenenergie 44 Prozent, Windenergie 39 Prozent), doch die Angst vor den Gefahren der Atomkraftwerke ist groß: Vor Abfällen und Atommüll fürchten sich 81 Prozent der Deutschen, die Entsorgung von Atommüll sehen 71 Prozent als Risiko und vor einem atomaren Unfall haben 49 Prozent Angst. Das Fazit des IfD: „Risiken sieht die Bevölkerung vor allem durch die ungelöste Entsorgung der Abfälle. Die Unfallgefahr hält die Hälfte der Bevölkerung für groß.“
„Die meisten Menschen mögen es künftig eher sonnig und windig, eine strahlende Zukunft wollen die wenigsten“, kommentierte Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), die Allensbach-Studie: „Das sollte
ein deutliches Signal für die Politik sein: Die Bürger haben Tschernobyl noch nicht vergessen. Ein Ausstieg aus dem Atomausstieg oder eine Verlängerung der Restlaufzeiten ist in Deutschland nicht mehrheitsfähig.“ Das Pikante an der Allensbach-Umfrage: Auftraggeber war das Deutsche Atomforum. Da die Studie bereits seit Herbst 2004 vorliegt, kann das Interesse der Atom-Lobby an einer breiten Veröffentlichung der Umfrageergebnisse nicht allzu groß gewesen sein.

Quelle: Deutscher Bundesverband Windenergie, www.wind-energie.de