14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Rohölpreise: lt. Goldman Sachs 105$ je Barrel möglich

Die Ölnotierungen befinden sich möglicherweise in einem frühen Stadium einer Super-Spike-Periode

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Kein Aprilscherz ist die neueste Prognose von Goldman Sachs, einer der einflussreichsten Investment Banken. Ihre Analysten haben das Band der Preisprognose für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) von zuletzt 50 bis 80 Dollar auf 50 bis 105 Dollar je Barrel (rund 159 Liter) erweitert. Möglicherweise befindet sich der Ölmarkt sogar in einem Frühstadium einer Super-Spike-Periode. Diese ist dadurch definiert, dass der Ölpreis vorübergehend so hoch ansteigt, dass sich der Energieverbrauch dadurch zwangsläufig spürbar verringert. Wenn Versorgungsstörungen in einem bedeutenden Förderland auftreten ist sogar ein noch weitaus höherer Anstieg möglich. Die Einschätzung der Lage durch Goldman Sachs hat besonderes Gewicht, weil das Unternehmen stark im Rohstoffgeschäft verankert ist und der von ihm geschaffene Goldman Sachs Commodity Index (GSCI) einer der am meisten beachteten Rohstoffindizes ist. Die schlagzeilenträchtige Preisprognose wird jedoch insofern etwas relativiert, als dass für das laufende Jahr ein Durchschnittspreis von "nur" 50 Dollar und für 2006 einer von 55 Dollar genannt wird. Zuvor wurden Preise von durchschnittlich 41 Dollar beziehungsweise 40 Dollar vorausgesagt.

Gründe für den Preisanstieg sind laut Goldman Sachs vor allem die weiterhin ungebremst hohe Nachfrage und die nach wie vor stark steigende Kostenstruktur der Ölwirtschaft. Vom Ölpreisgipfel in den frühen 80er Jahren ist jedoch auch diese jüngste Prognose noch entfernt, dafür müsste nämlich ein Rohölpreis von 135$ je Barrel erreicht werden.

Weiterführende Links

http://www.goldmansachs.com