14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Windkraft billiger als der Spotmarkt

Die kalten Tage machen's möglich - Strompreise, die doppelt so hoch sind wie die Windenergie sind derzeit an der Tagesordnung

Dass die Windkraft schon heute oft billiger ist, als Strom aus Atomkraft & Co. ging in den letzten Tagen während der Diskussion um die Ökostromgesetznovelle vollkommen unter. Gestern mussten die Stromhändler abends bis zu 30 Cent für die begehrten kilowattstunden zahlen. Auch heute wurde der Grundlaststrom an der Europäischen Energiebörse EEX um hohe 11,4 Cent pro kWh gehandelt. Der Wert für den Spitzenstrom lag bei 16,5 Cent. Zum Vergleich: Eine kWh Windenergie kostet den Stromkonsumenten 7,8 Cent. Und das weder inflations- noch indexangepasst, 13 Jahre lang. Die Futurepreise für eine durchgängige Lieferung von Baseload für 2006 sind schon auf 4,8ct/kWh geklettert. Ein Anstieg von 100% innerhalb von drei Jahren.
Hier also eine Energieform abzuwürgen mit der Begründung, "ausufernde Kosten einzufangen" und dies mit einer überhasteten Novelle zu vollstrecken, ist mehr als kurzsichtig und wird schon durch die jüngsten Ereignisse als Fehlentscheidung entblößt.

Weiterführende Links

Europäischen Energiebörse EEX
Pressemappe: Ökostromeinigung: weniger Ökostrom - mehr Ineffizienz