14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

China: Produktion für MW-Turbinen im Aufbau

Nordex gründet Joint Venture im "Reich der Mitte" - 200 MW Großauftrag gesichert

Die Nordex-Gruppe hat Ende letzter Woche einen Joint Venture-Vertrag zur lokalen Produktion von Windenergieanlagen der Megawattklasse in China unterzeichnet. Partner von Nordex sind der regionale Energieversorger Ningxia Electric Power Group (40%) und die Ningxia Tianjing Electric Energy Development Group (10%), die unter anderem Kraftwerke betreibt und im Baugeschäft tätig ist. Beide Unternehmen sind am Windpark „Helanshan“ beteiligt, der mit 110 MW installierter Leistung das größte chinesische Projekt dieser Art ist und in den nächsten Jahren massiv weiter ausgebaut werden soll.

Schon im kommenden Jahr produzieren die Partner die ersten 26 Turbinen für China

Dabei werden einige Anlagen noch in Deutschland gefertigt, um die Monteure aus China im Stammwerk zu trainieren.

Seit Ende 2005 müssen Lieferanten für chinesische Ausschreibungen eine lokale Wertschöpfung von mindestens 70 Prozent nachweisen. Hintergrund hierfür sind auch weitere von den Partnern geplante Windparkprojekte im Volumen von bis zu 600 MW. Sollte sich dieses Geschäftsvolumen mittelfristig realisieren, könnte das Joint Venture sein Werk auf eine Jahresproduktion von 200 Turbinen im Jahr ausbauen.


Die Nordex Wind Power Equipment Manufacturing will nicht nur von der Projektentwicklung der Partner profitieren. Der chinesische Markt verspricht allgemein hohe Wachstumsraten für Hersteller von Windturbinen. So hat der chinesische Staat seit dem Jahr 2003 Konzessionsprojekte im Umfang von etwa 3.000 MW ausgeschrieben. Erst rund ein Drittel dieser Projekte sind vergeben. Zudem hat der Volkskongress Ende Februar 2005 ein Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien beschlossen, dass zum 1. Januar 2006 in Kraft tritt. Die Tarife für Strom aus Windenergie sind zwar noch nicht fixiert, aber der Vergütungszeitraum soll voraussichtlich auskömmliche 30.000 Volllaststunden betragen (etwa 15 Jahre). So will Peking die in China installierte Kapazität von derzeit etwa 1.000 MW bis zum Jahr 2020 auf 30.000 MW erhöhen.


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Quelle/Aussendung & weitere Infos: Nordex AG