14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

20 Jahre nach Tschernobyl: Energiezukunft JETZT!

Umweltdachverband, LR Plank und ÖkoenergievertreterInnen präsentieren 10 Punkte-Programm für eine erneuerbare, effiziente und nachhaltige Energiepolitik - Ökostrom-Verhinderungsgesetz stoppen

© Umweltdachverband - www.umweltdachverband.at
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"20 Jahre nach dem atomaren Super-GAU in Tschernobyl ist die Zeit mehr als reif für eine grundlegende Neuausrichtung der Energiepolitik!", appellierte Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Niederösterreichs Umweltlandesrat DI Josef Plank im AKW Zwentendorf. Im Schulterschluss mit VertreterInnen heimischer Ökoenergieverbände und -interessenvertretungen - Ing. Walter Graf (ARGE Biogas), Stefan Hantsch (Geschäftsführer IG Windkraft), Doris Holler (Eurosolar Austria und Ökonews), Prof. Dkfm. Ernst Scheiber (Geschäftsführer Österreichischer Biomasseverband) - schlugen die Verfechter einer nachhaltigen Energiezukunft symbolisch ein 10 Punkte umfassendes Forderungsprogramm an die Tür des einzigen sicheren - weil nie in Betrieb genommenen - AKWs der Welt:

1. Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag
2. Kennzeichnungspflicht für Atomstrom im Händlermix
3. Kostenwahrheit für alle Energieträger
4. Ziel = 100 % Erneuerbare bei Strom, Wärme und Treibstoffen
5. 100 % Ökostrom bis 2020
6. Energiesparen bringt's: jetzt damit beginnen
7. Effizienz und Nachhaltigkeit sind Pflicht
8. Forschung und Entwicklung für Erneuerbare
9. Verkehrsparen = Energiesparen
10. Ökosoziales Steuersystem

Ökostrom-Verhinderungsgesetz stoppen und wirksames Paket für die Energiezukunft Österreichs schnüren!

© Umweltdachverband - www.umweltdachverband.at
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Neben langfristigen Rahmenbedingungen für eine erneuerbare, effiziente und nachhaltige Energiezukunft sprachen sich die TeilnehmerInnen auch für eine sofortige Korrektur des Vorschlags für ein neues Ökostromgesetzes aus.

"Während wir hier ein 100%-Ziel an erneuerbarer Energieversorgung einfordern und die EU einen ambitionierten Biomasse-Aktionsplan präsentiert, stehen die Zeichen für Ökostrom in Österreich jedoch keineswegs zum Besten", so Heilingbrunner. "Der jüngst erfolgte Landtagsbeschluss in Oberösterreich für eine Neuverhandlung des Ökostromgesetzes lässt uns wieder Hoffnung schöpfen, dass auch Energieminister Martin Bartenstein noch zur Vernunft kommt", spricht Heilingbrunner die jetzt auch aus den Reihen der Regierungsparteien laut werdende Kritik an der geplanten Novelle des Ökostromgesetzes an. "Es sind längst nicht mehr allein die VertreterInnen von Umweltorganisationen - wie dem Umweltdachverband - und Ökostrombetreibern, die sich öffentlich gegen dieses Ökostrom-Verhinderungsgesetz aussprechen. Diese Novelle torpediert das heimische Kyoto-Ziel und setzt die Technologieführerschaft einzelner Bereiche aufs Spiel. Damit wird ein innovativer, rasch wachsender und zudem umweltschonender Wirtschaftszweig in seiner Entwicklung eingebremst und die ländlichen Regionen um eine Zukunftschance beraubt." Heilingbrunner appellierte daher an die Verhandlungspartner von ÖVP und SPÖ: "Den Ökostrom in Österreich abzudrehen, würde für dieses Land und seine Bevölkerung langfristig großen Schaden anrichten und schwerwiegende Auswirkungen auf Österreichs Energiepolitik haben. Legen Sie diese Novelle zurück und schnüren Sie endlich ein umfangreiches und wirksames Paket für die Energiezukunft Österreichs - für mehr erneuerbare Energieerzeugung und mehr Energieeffizienz!"

Der ausführliche Text des 10 Punkte-Programms sowie weitere Presseunterlagen und -fotos sind auf der Homepage des Umweltdachverbandes abrufbar:
http://www.umweltdachverband.at/service/presse/index.htm


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Aussendung: Umweltdachverband