14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Deutschland: Klimaschutz - Windenergie stellt Emissionshandel in den Schatten

Stürmischer Jahresbeginn: Rekord-Monat Januar / BWE-Präsident Ahmels: „EU verspielt Chancen beim Klimaschutz!“

Berlin – Vergangenes Jahr hat die Stromproduktion aus Windenergie 26,1 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) vermieden – 3,4 Millionen Tonnen mehr als 2005. Zum Vergleich: EU-Kommission und Bundesregierung streiten sich derzeit beim Emissionshandel in der Periode 2008 bis 2012 um zusätzliche CO2-Einsparungen in Höhe von nur 12 Millionen Tonnen.

Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE): „Erneuerbare Energien sind die Schlüsseltechnologie im Kampf gegen den Klimawandel. Windenergie ist dabei eines der wirkungsvollsten und günstigsten Mittel.“ Auch das Jahr 2007 begann stürmisch für Deutschlands Windmüller: Allein im Januar erzeugten die hiesigen Windkraftanlagen mit 6,2 Milliarden Kilowattstunden ein Fünftel des gesamten Jahresertrags 2006. Ahmels: „So viel Windstrom gab’s in einem Monat noch nie.“

Ahmels: „Angesichts des drastischen Klimawandels, muss die Politik viel entschiedener handeln. Deutschland und Europa müssen verstärkt auf Erneuerbare Energien setzen. Doch derzeit werden die bescheidenen Vorschläge der EU-Kommission zum Ausbau der Erneuerbaren Energien von vielen Mitgliedsstaaten weiter verwässert. Die Bundesregierung muss nun während ihrer EU-Ratspräsidentschaft Führungsqualitäten beweisen und sich für konkrete Zielvorgaben für Strom aus erneuerbaren Energien in der EU einsetzen.“

Hintergrund

Jede der 2006 erzeugten 30,5 Millionen Megawattstunden Windstroms vermeidet laut Fraunhofer Institut 856 Kilogramm CO2.
Das Fraunhofer-Gutachten

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte bei der EU-Kommission in Brüssel beantragt, dass Deutschlands Industrie und Energiewirtschaft in der zweiten Periode des Emissionshandels 2008 bis 2012 die Atmosphäre jährlich mit 465 Millionen Tonnen CO2 belasten darf. Zu viel, monierte die EU-Kommission, die allenfalls 453 Millionen Tonnen CO2 für zulässig hält.
Mehr zum Emissionshandel

Durch das zusätzliche Windenergieangebot sinken an der Strombörse die Preise. Jedes Jahr erspart die Windenergie den Stromverbrauchern dadurch Milliarden. Die Förderung der Windenergie zahlt sich so um ein Vielfaches aus.
Mehr zum Grenzkosteneffekt an der Strombörse

Die Kurzfassung zum IPCC Klimabericht finden Sie im Internet unter:
http://www.bmbf.de/pub/IPCC_kurzfassung.pdf


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Weitere Infos: BWE - Bundesverband Windenergie Deutschland