14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

WWF: 1000 GW Windenergie als Antwort auf den Klimawandel

Im "WWF Climate Solutions Model" werden Lösungen bis zum Jahr 2050 aufgezeigt

© WWF
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Das "WWF Climate Solutions Model" zeigt konkrete Vorschläge um den Klimawandel in den Griff zu bekommen. Es geht in diesem Modell nicht um die ökonomische Betrachtung, die bereits von dem Stern- und McKinsey-Bericht erbracht wurde. Grundsätzlich ist die Abwendung des Klimawandels weitaus günstiger als die Folgekosten durch diesen. Es geht jedoch in dieser Studie um den Stopp des Klimawandels - mithilfe konkreter technischer Hilfsmittel.

Die Kernaussage ist: "Eine Lösung ist jetzt noch möglich, in fünf Jahren ist es zu spät". Ein bedeutender Teil der notwendigen Maßnahmen ist der Ausbau der Windenergie. Derzeit sind rund 60 GW Windkraft weltweit instaliert, die ca. 0,5% der weltweiten Energieversorgung abdecken. Mit einer kalkulierten jährlichen Wachstumsrate von 25% (was derzeit der Fall ist) und verbesserten kostengesenkten Turbinentechnologien kann bis 2020 1000 GW Windkraftleistung weltweit installiert werden. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtenergieverbrauch von 12-18%. Europa hat derzeit einen Anteil von 75% an der globalen Windstromproduktion. Dies ist auf die guten Einspeisegesetze (zB. das deutsche EEG) und die gute Netzintegration der Erneuerbaren Energien zurückzuführen.

Windkraft: Hohes Arbeitsplatzpotential

Bis ins Jahr 2020 kann mit 200.000 Arbeitsplätzen in der EU im Windkraftbereich gerechnet werden. Die Windkraft hat im Vergleich zur Atomkraft oder fossilen Kraftwerken ein doppelt bis 10-Mal so hohes Arbeitsplatzpotential laut dem WWF-Modell.

Windkraft als "Base-Load"

Derzeit wird die Windenergie primär "onshore" - also an Land "geerntet". Durch eine erwartetet Kostenhalbierung der Offshore-Windkraft in den nächsten 10-15 Jahren wird das enorme Potential dieser Energie stark genützt werden. So entsteht zwischen Schottland und Portugal ein 3000 km langes Leitungsnetz, das mit der Energie aus Offshore-Windkraftwerken "befüllt" wird. Durch dieses "Windkraftnetzwerk" kann durch die hohen Volllaststunden im Offshore-Bereich und die weitflächige, also wetterunabhängigere Nützung der Windkraft, eine europäische Grundlast erzeugt werden.

Zu hoffen ist, dass die Politik die Aufforderung deutlich mehr Windkraft in Europa zu installieren, ernst nimmt und handelt.

Weiterführende Links

WWF Studie: Climate Solutions : WWF´s Vision for 2050 (Windkraft-Bericht ab Seite 43)