14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Das realisierbare Windkraftpotenzial in Österreich bis 2020

Eine Kurzstudie von Mag. Stefan Hantsch und Mag. Stefan Moidl

Windkraft - Erfolgsgeschichte in Österreich

1994 wurde in Österreich die erste größere Windkraftanlage an das öffentliche Netz
geschlossen. Ab 2003 erfolgte durch das Ökostromgesetz ein rasanter Ausbau mit zuletzt 350 MW in den 12 Monaten von Juli 2005 bis Juni 2006. Seit dem In - Kraft - Treten einer Novelle des Ökostromgesetzes, am 1. Juli 2006, wurde keine einzige Anlage gebaut.

Die zahlreichen Abschätzungen des möglichen Windkraftpotenzials in Österreich, reichen von 3.000 GWh bis zu knapp 20.000 GWh. Bei den meisten dieser Abschätzungen ist zu beobachten, dass der momentane Stand der Technik für die Abschätzungen herangezogen wurde. Technische Weiterentwicklungen, wie sie gerade bei der Windkraft in extremen Maße zu beobachten sind, wurden praktisch nie antizipiert.

Das Potential

Bei der Abschätzung des bis 2020 realisierbaren Potenzials wird davon ausgegangen, dass etwa ein Drittel der derzeit bestehenden 607 Anlagen mit einer Leistung von rund 200 MW abgebaut werden. Auf diesen, teilweise für neue Anlagen verwendbaren Standorten, und auf bisher noch nicht verbauten Plätzen, kann man nach unserer Einschätzung zusätzlich rund 700 Windkraftanlagen bauen. Dabei kommen in den Jahren bis 2012 die schon derzeit verfügbare 3,5 MW Klasse zum Einsatz. Nach 2012 bis 2015 dürfte dann auch die 5MW+ Klasse Einzug in Österreich halten. Geeignete Standorte für diese sehr großen Anlagen sind in den klassischen Windregionen in Niederösterreich und im Burgenland zu finden.

Insgesamt erscheinen bis zum Jahr 2020 etwa 1.100 Anlagen mit 3.500 MW realisierbar. Bei 2.100 Volllaststunden haben diese Anlagen ein Regelarbeitsvermögen von 7.3 TWh. Bezogen auf die Leistung bedeutet dies eine gute Verdreifachung. Von der Anlagenstückzahl aber nur eine Steigerung von 80%.

Die Kurzstudie fasst eine breite Palette an Windkraftpotentialstudien zusammen. Aufgegliedert nach Bundesländern gibt sie eine gute Übersicht über mögliche Ausbaupotentiale, die darauf warten, erschlossen zu werden.

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