14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Neues vom Windpark Silventus und vom Windpark Munderfing

Wald als Klimaretter

© Energiewerkstatt GmbH
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Munderfing, 25.11.2009: Windparks zu bauen ist ein Gebot der Stunde. Österreich verfehlt die Kyoto-Ziele bei weitem und die Politik zögert bei der Genehmigung von Ökostromanlagen. Dafür werden die österreichischen Steuerzahler zur Kasse gebeten. Und das, obwohl es mit dem Projekt Windpark Silventus (Investitionsvolumen € 39 Mio.) ein fertiges Projekt gibt, das im Nu verwirklicht werden kann, so bald die Genehmigungen erteilt sind.

Strafzahlungen von weit mehr als 600 Mio. Euro drohen für die Verfehlung der Kyoto-Ziele bis 2012 und später in Milliardenhöhe. Wie sollen wir jemals aufholen, was wir bisher nicht geschafft haben? Die Windparks Silventus und Munderfing könnten einen Beitrag dazu leisten und jährlich 61.000 t Co2 einsparen. Die Fakten liegen seit Jahren auf dem Tisch. Die politischen Entscheidungsträger spielen sich gegenseitig den Ball zu und lassen uns seit fünf Jahren im Ungewissen. So ist es bequem, keiner muss eine Entscheidung treffen. Glauben sie wirklich, damit bis zur nächsten Wahl durchzukommen? Die Politiker mögen vergessen, wir erinnern sie daran.

Als Entscheidungshilfe haben wir die wichtigsten Argumente zusammengefasst: „Windräder sind dort zu errichten, wo es etwas bringt“:

Windenergieanlagen im Meer produzieren zwar mehr Strom als z. B. im Kobernaußerwald, die Investitions- und Wartungskosten sind jedoch wesentlich höher. Fakt ist, dass die Stromerzeugungskosten im Offshore-Bereich um mehr als 50 % höher als beim Projekt Silventus sind und dass wir den Strom hier im Innviertel und nicht an der Küste brauchen. Die kWh Strom Offshore kostet 15 €-cent (EEG Deutschland) und die kWh Strom aus dem Projekt Silventus 9,8 €-cent. Beispiel Steiglberg: die seit sieben Jahren im Kobernaußerwald laufende Anlage bringt zur Zufriedenheit ihrer Gesellschafter bisher mehr Ertrag als der Berechnung zugrunde lag.

Kaum Lärmbelastung im Wald:

Die Lärmbelastung für Anrainer ist in ganz Oberösterreich nicht so gering wie hier im unbewohnten Waldgebiet.

Tiere leben mit der Windenergie

Die Tiere des Waldes können prächtig mit den Anlagen gedeihen: Starre Masten sind keine tödlichen Hindernisse wie fahrende Autos, sie jagen auch dem Reh nicht mehr Schrecken ein als Erdgasförderanlagen. Nachgewiesen ist auch, dass eine Hauskatze mehr Vögel frisst, als in die Flügel fliegen.

Weniger Flächen als ein Fußballfeld:

Ein Vergleich mit dem Flächenverbrauch für sonstige Nutzungen im Kobernaußerwald macht sicher: Windenergie ist kein Flächenfresser. Die Fundamentflächen für alle Anlagen zusammen sind kleiner als ein durchschnittliches Fußballfeld, die Rodungsfläche für eine Anlage ist ein Fünftel eines Fußballplatzes. Bei Demontage kann wiederaufgeforstet werden.

Technisch erprobt:

Eiswurf und Defekt der Anlage, Verkabelung und Netzanbindung, tausende Male erprobt, teilweise auf ökologisch sensibleren Flächen.

All dies und noch viel mehr wurde in der Umwelterklärung geltend gemacht, mit Gutachten und Daten untermauert.

Aber keiner traut sich zu entscheiden, weil, ja weil da ein Argument ist, für das jeder Experte ist – das Landschaftsbild. Fachleute sagen, dass die Anlagen nirgendwo besser zu „vertecken“ sind als im hügeligen bewaldeten Gelände. Und hier lässt sich tatsächlich ohne Expertenwissen streiten. Was dem einen gefällt, ist der anderen ein Dorn im Auge, was der einen ein Gräuel, ist dem anderen eine Augenweide. Genau hier muss die Politik entscheiden: Energie aus Luft für 32.000 Haushalte, ohne Emissionen, ohne Strahlung, ohne Treibhausgase, ohne Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen, auch wenn’s einigen nicht gefällt. Wie lange wollen Sie noch zuwarten, Herr LR Anschober?

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