14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Tages- und Nachtkennzeichnung an Windenergieanlagen

Aktuelle Studie untersuchte die Akzeptanz von Hinderniskennzeichnung von WEA

Eine aktuelle Studie des Instituts für Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, gefördert vom BMU, kommt zu dem Ergebnis, dass weniger als ein Sechstel aller Anwohner von Windenergieanlagen durch die jeweilige Befeuerung stark belästigt ist.

Über 400 Anwohner mit Sicht auf einen Windpark wurden mit Methoden der Umwelt- und Stresspsychologie auf ihre Wahrnehmung von Windkraftanlagen befragt. Dass sich nur 16 Prozent stark belästigt fühlten, ist ein überraschend positives Ergebnis. Nichtsdestotrotz muss auch in Zukunft die Hinderniskennzeichnung zugunsten der Anwohner und der allgemeinen Akzeptanz der Windenergie weiterentwickelt werden.

Die Vermeidung von Xenon-Doppelblitzsystemen, die konsequente Synchronisierung und die Sichtweitenregulierung der Befeuerung sind drei zuverlässige Möglichkeiten auf dem Weg dorthin. Frau Dr. Gundula Hübner von der Universität Halle-Wittenberg hat darüber hinaus eine Reihe von Bewertungen und Empfehlungen zusammengestellt, die ein wertvoller Leitfaden für Windparkplaner sein werden.

Die Errichtung von Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von mehr als 100 Metern gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist die Nutzung der Windgeschwindigkeit in höheren Luftschichten und der Einsatz größerer Rotordurchmesser.

Um Anlagen bei sinkender Einspeisevergütung auch im Binnenland wirtschaftlich betreiben zu können, nutzen Betreiber zunehmend die ertragreicheren Winde über 100 Meter.

Weiterführende Links

Weitere Infos und die Studie zum Download finden Sie hier auf der Seite des deutschen Windenergieverbandes