14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Japan will keine Atomkraftwerke mehr bauen

Erneuerbare Energien sollen in Zukunft eine wesentliche Rolle bei der Energiegewinnung spielen.

Der Premierminister von Japan Naoto Kan gibt zwei Monate nach der Tsumanikatastrophe bekannt, dass es keinen weiteren Ausbau der Atomkraft geben wird und sich Japan in Zukunft verstärkt auf Erneuerbare Energien fokussieren wird, berichtet der Guardian am Mittwoch.

Der ursprüngliche energiepolitische Plan von 50% Atomkraft bis 2030 wurde aufgegeben. Derzeit sind 54 Kraftwerke in Betrieb und decken 30% des Energiebedarfs, weitere 14 neue Reaktoren sollten in den nächsten 20 Jahren gebaut werden. Stattdessen setzt Kan in Zukunft voll auf Erneuerbare Energiequellen wie Wind, Sonne und Biogas. Auch die temporäre Schließung des Atomkraftwerks Hamaoka, welches auf einer aktiven Erdbebenlinie liegt, zeigt die 180-Grad Wende in der Energiepolitik Japans.

Währendessen warten ungefähr 80.000 evakuierte Menschen, deren Häuser im Umkreis von 20km von Fukushima liegen, darauf, endgültig heimkehren zu können. Der Krafwerksbetreiber Tepco hat versprochen, in den nächsten sechs bis neun Monaten das Strahlungsniveau zu stabilisieren und die zerstörten Reaktoren sicher „abzuschalten“. Die Regierung zieht die Einrichtung eines Fonds in Betracht, falls Tepco den Schadensersatzforderungen nicht nachkommen kann.

Weiterführende Links

http://www.guardian.co.uk/world/2011/may/11/japan-nuclear-power-expansion-plans-abandoned