14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Die Windinitiative Waldviertel hat begonnen

Sehr viel positives Echo beim Bezirksforum in Horn und Zwettl

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Pfaffenschlag, 06. Oktober 2011. Gut besucht waren die beiden ersten Bezirksforen in Horn und Zwettl. Jeweils ca. 120 Personen nahmen in den beiden Veranstaltungen teil. Erfreulich war der fast durchwegs positive Zuspruch zur Absicht, den Strombedarf der Region künftig mit Windenergie zu decken. Die Notwendigkeit und Vorteile der sauberen und sicheren Stromproduktion wurden von zahlreichen Diskussionsteilnehmern betont und unterstrichen.

Auch Energie-Experte, DI Franz Angerer, Leiter der Energiewirtschaftsstelle des Landes Niederösterreich, sowie Ing. Otmar Schlager, Geschäftsführer der Energieagentur der Regionen, setzen sich für eine verstärkte Reduzierung der Energieabhängigkeit ein und unterstützen die Initiative. Das Land NÖ beauftragte eine Studie zur Windenergienutzung im Waldviertel. Präsentiert werden die Ergebnisse der Studie im Frühjahr 2012, dann werden auch erste Projektstandorte bekannt gegeben werden.
Eine neue Generation von Windenergieanlagen erlaubt auf Grund ihrer höheren Türme auch die Errichtung an Waldstandorten. Dieser Umstand birgt für das Waldviertel ein erhebliches Energieerzeugungspotenzial, dessen Nutzung bisher technisch und wirtschaftlich nicht möglich war. „Das Waldviertel hat sich etwas „erwartet“, brachte Andreas Dangl, Vorstandsvorsitzender der WEB Windenergie AG und Initiator der Initiative, die neue technische Entwicklung auf den Punkt.

Bis 2050 könnte das Waldviertel energieautark sein. Dazu kann und muss die Nutzung der Windenergie einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Kosten der Energieimporte für die Region betragen jährlich ca. 400 Mio. EUR. Ein Teil dieses Kapitalabflusses kann durch die Nutzung der Windenergie in eine regionale Wertschöpfung umgewandelt werden. Die Bevölkerung, aber auch die Wirtschaftsbetriebe der Region, haben die Chance, sich daran zu beteiligen und davon zu profitieren.
Nur vereinzelt waren sanfte, kritische Stimmen zu hören. Vor allem die Größe der Windenergieanlagen und die damit einhergehende Veränderung der Landschaft war Grund für manche Sorge. Diese Hinweise und Bedenken wurden aufgegriffen und werden in den weiteren Planungsprozess mit einbezogen. Hohe Unterstützung findet die Initiative vor allem bei den Entscheidungsträgern der Region. Sie sehen in der Windinitiative sehr positive Entwicklungsperspektiven für das gesamte Waldviertel.

„Wir haben mit der Windinitiative eine große Herausforderung zu bewältigen, wir haben aber auch eine große Chance für unsere Region“, stellte Bgm. Labg. Jürgen Maier fest und appellierte, dass das Waldviertel bei der Nutzung der Windenergie geschlossen an einem Strang zieht.

Mit einem Ausbau der Windenergienutzung werden nicht nur Klimaschutzziele umgesetzt, es werden auch Arbeitsplätze generiert. Durch die regional ansässige WEB Windenergie AG können diese Arbeitsplätze zum Großteil auch in der Region geschaffen werden. Das strategische Regionsziel, die Schaffung von Green Jobs, wird durch die Windinitiative unterstützt und forciert. „Die Errichtung von Windrädern ist ein gutes „Luft“-Geschäft“, betonte NR Erwin Hornek.
Das nächste Bezirksforum findet am 19. Oktober im Stadtsaal Waidhofen/Thaya statt, am 27. Oktober wird im Kultursaal Gmünd das vierte und letzte Bezirksforum stattfinden. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

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Windinitiative Waldviertel WEB