14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Neue Treibstoffrichtlinie - 6% Co²-Emission Reduktion bis 2020

Aus für den Import von Öl aus kanadischem Tagebau

© Greenpeace
 © Greenpeace

Durch die Entscheidung der EU-Kommission, soll bis 2020 sechs Prozent der Co² Emissionen bei der Produktion von Benzin/ Diesel reduziert werden. Basis dafür ist die neue Treibstoffqualitäts-Richtlinie der EU, welche das Ziel hat, Produktionen von Treibstoffen mit geringeren CO² Emissionen zu fördern und andere zu verbieten. Dies bedeutet im Prinzip das Aus für den Import von Öl aus kanadischem Tagebau.

Denn die Gewinnung von Benzin und Diesel aus Teersand erzeugt um 23% mehr Co² Emissionen, als jene herkömmlicher Treibstoffe. Ganz abgesehen von den ökologisch drastischen Auswirkungen. Zur Gewinnung von Öl aus Teersandgruben bedarf es eines großen Aufwands an Energie und Chemikalien, die in die Umwelt gelangen, wobei die Ölindustrie immer mehr zu unwirtschaftliche und riskante Fördermethoden greifen.

© Greenpeace
 © Greenpeace

Durch den Beschluss der EU-Kommission, der Umweltbilanz von Benzin und Diesel die volle Klimabelastung von Treibstoffen aus Teersand anzurechnen, wird das Geschäft mit Teersand-Öl zunehmend unrentabler. Laut Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof, hat die kanadische Ölindustrie vergeblich versucht zu lobbyieren – bislang ohne Erfolg.
Jetzt sind die EU-Mitgliedsstaaten an der Reihe, dem Vorschlag der
Kommission zuzustimmen. "Wir hoffen, dass Österreich im Kampf gegen
den zerstörerischen Teersandabbau weiterhin Verbündeter bleibt ", so
Westerhof abschließend.

Weiterführende Links

Presseaussendung Greenpeace
Greenpeace

Downloads