14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Gemeinsam zur Energiewende

Energieversorgung in Österreich mittelfristig auf 100 Prozent Erneuerbare Energie umstellen

Energieversorgung in Österreich mittelfristig auf 100 Prozent Erneuerbare Energie umstellen

„Die Vorteile des Umstiegs auf Erneuerbare Energien liegen klar auf der Hand. Gerade angesichts der aktuellen weltpolitischen Ereignisse sehen wir erneut, dass wir unsere Auslandsabhängigkeit reduzieren müssen. Anstatt unser Geld für Energieimporte auszugeben, schaffen wir durch die Nutzung Erneuerbarer Energien heimische Wertschöpfung und ‚Green Jobs‘ vor Ort. Auf die Nutzung alternativer Energieformen wird im Burgenland besonderes Augenmerk gelegt. Bereits rund 60% des burgenländischen Strombedarfs werden derzeit aus Erneuerbarer Energie erzeugt. Davon kommen ca. 50% aus der Nutzung der Windkraft“, erklärte dazu Landeshauptmann Hans Niessl.

Erneuerbare Energie Österreich“ (EEÖ) ist ein Dachverband der Spartenverbände der Erneuerbaren Energie (EE) in Österreich. Der EEÖ hat das Ziel, die Energieversorgung in Österreich mittelfristig auf 100 Prozent Erneuerbare Energie umzustellen. Als visionäres, innovatives und schlagkräftiges Sprachrohr zum Thema der Erneuerbare Energie will sich der EEÖ in der Politik und Wirtschaft verankern und für einen effizienteren und sparsamen Umgang mit Energie eintreten. Im EEÖ sind das Wissen und die Kompetenz der Spartenverbände gebündelt. Im Fokus steht dabei, auf die Vorteile von weniger Importabhängigkeit in der Energiewirtschaft, mehr Krisensicherheit und Autonomie in der Energieversorgung durch Erneuerbare Energie hinzuweisen.

"Der Verband ‚Erneuerbare Energie Österreich’ sieht es als sein Hauptziel, eine nachhaltige, krisensichere und preisstabilisierte Energieversorgung zu etablieren. Dafür müssen wir jetzt handeln. Wesentlich ist dabei, dass der gesamtwirtschaftlich positive Aspekt, der sich durch den Ausbau der Erneuerbaren Energie ergibt, in den Vordergrund gerückt wird. Ich freue mich, dass das Burgenland bereits seit geraumer Zeit klare Signale in diese Richtung setzt“, so DI Josef Plank, Präsident von Erneuerbare Energie Österreich.

Klubobmann Christian Illedits, Stellvertretender Vorsitzender des Beirates "Erneuerbare Energie Österreich", verwies in seinem abschließenden Statement auf die im Bereich der Erneuerbaren Energie zu leistende Überzeugungsarbeit: „Das Thema Energieeffizienz ist aktueller denn je, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass Energie eindeutig knapper und somit für jeden Einzelnen auch teurer wird. Deshalb muss man mittels Bewusstseinsbildung den Menschen diese Problematik vor Augen führen.“

EEÖ: Energiewende gerät nicht in Schwung

„So droht das energiepolitische Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie auf 34% zu erhöhen, in weite Ferne zu rücken“, analysiert Josef Plank, Präsident des Verbandes Erneuerbare Energie Österreich die Ergebnisse der heimischen Energiebilanz 2010.
Auch wenn die Produktion an erneuerbarer Energie weiter gestiegen ist, der Anteil am Gesamtenergieverbrauch stagniert bzw. sinkt sogar erstmals seit vielen Jahren. Um bis zum Jahr 2020 die EU-Ziele zu erreichen sind weitaus größere Anstrengungen erforderlich als sie bisher unternommen wurden.
Nicht nur in den Bereichen Verkehr und Industrie besteht massiver Handlungsbedarf. Im größten Bereich – der Wärmeversorgung in Österreich mit 52% des Gesamtenergieverbrauchs – muss endlich die Energiewende eingeleitet werden und Taten den Ankündigungen folgen. Der Anteil der erneuerbaren Energie bei der Wärme ist derzeit nicht einmal halb so groß wie bei der Stromerzeugung.
Wesentlich dafür ist eine weitere konsequente Umsetzung Richtung erneuerbarer Energie im Wohnbau.

Weiterführende Links

Burgenländischer Pressedienst
Pressemeldung Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ)