14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Widmungsstopp für Windkraftanlagen gefährdet Investitionen und Arbeitsplätze im Waldviertel

Obwohl Windkraft die beliebteste Stromerzeugungstechnologie in Niederösterreich ist, plant man in NÖ einen sofortigen Widmungsstopp für alle Windparkprojekte

© WEB Windenergie AG
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In der W.E.B stößt diese Entscheidung auf Unverständnis, weil damit auch sehr weit fortgeschrittene Projekte, in die bereits jede Menge Zeit und Geld investiert wurden, knapp vor der Ziellinie zum Absturz gebracht werden.

Am 2. Mai gab Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei einer Pressekonferenz die Ausarbeitung einer Windkraft-Zonierung für Niederösterreich bekannt. Damit diese umgesetzt werden kann, wurde als "Sofortmaßnahme" ein Widmungsstopp für alle noch nicht gewidmeten Projekte auferlegt.

"Wir waren immer und sind gute Partner der Landesregierung, haben gut gearbeitet und einen behutsamen Ausbau der Windenergie im Waldviertel perfekt aufbereitet", ist W.E.B-Vorstandsvorsitzender Andreas Dangl überzeugt. Perfekt aufbereitet heißt auch, dass durchaus kontroversiell diskutiert wurde und Bürgerbefragungen unterstützt wurden.

Konkret geht es um diese vier W.E.B-Projekte im Waldviertel, die kurz vor der Flächenwidmung stehen und von einem Widmungsstopp massiv betroffen wären:

Grafenschlag und Großgöttfritz (Bezirk Zwettl) 5 Windkraftanlagen, Anschlussleistung 15 MW
Irnfritz-Messern (Bezirk Horn) 6 Windkraftanlagen, Anschlussleistung 18 MW
Amaliendorf-Aalfang und Heidenreichstein (Bezirk Gmünd) 5 Windkraftanlagen, Anschlussleistung 15 MW
Groß-Siegharts (Projekt Predigtstuhl) (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) 5 Windkraftanlagen, Anschlussleistung 15 MW

Durch dieses Damoklesschwert des Widmungsstopps ist auch ein geplantes Techologie-Kompetenzzentrum am W.E.B-Standort Pfaffenschlag gefährdet, das weitere Investitionen und Arbeitsplätze - nicht nur für Ingenieure und Service-Techniker - in die Region gebracht hätte. Und das alles zu einem Zeitpunkt, zu dem eine brandneue Karmasin-Studie 84% der betroffenen Bevölkerung als Windkraftbefürworter ausweist.

Das Wirtschaftsforum Waldviertel, die Gemeinden sowie die WEB Windenergie AG fordern daher eine Übergangsregelung, die die Durchführung bereits projektierter und entwickelter Projekte sichert.


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Quelle/Aussendung: WEB Windenergie AG