14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Windenergieanlage „Zurndorf 1“ geht mit Oktober in Betrieb

Rund 1000 Miteigentümer erwarten offiziellen Produktionsstart

© IG Windkraft
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Erstmals hat Energie Burgenland, Österreichs führender Windstromproduzent, ökologisch und ökonomisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geboten, sich an einer Windenergieanlage zu beteiligen. Am 12. August, 12 Uhr, startete die Anmeldefrist, das Interesse war so groß, dass bis zum Abend alle Miteigentumsanteile vergeben waren. „Mit dem Erwerb von Anteilen an der Windenergieanlage Zurndorf 1 können sich Kunden aktiv an der Energiewende beteiligen, werden somit zu Energie-Gewinnern und können einen persönlichen Beitrag zur rechnerischen Stromautarkie des Burgenlandes beisteuern“, erklärt Vorstandssprecher Michael Gerbavsits.

Sauberer Strom für 2300 Haushalte

Insgesamt wurden Miteigentumsanteile mit einem Gegenwert von 2 Millionen Euro ausgegeben, an die tausend Personen haben sich an der Windenergieanlage beteiligt. Die jährliche Vergütung beträgt 3,2% des jeweils investierten Betrages über eine vertragliche Laufzeit von 10 Jahren. Die Windenergieanlage „Zurndorf 1“ nimmt nach einer Probephase mit 1. Oktober den Normalbetrieb auf. Die Anlage des Typs Enercon E101 kann mit einer Leistung von 3 MW bei durchschnittlichen Windverhältnissen ungefähr 2.300 Haushalte versorgen. Durch die Nutzung der Windkraft können mit dieser Anlage etwa 6.000t CO2 eingespart werden.

Historischer Boden

Der Standort für dieses Pilotprojekt ist nicht zufällig gewählt. Denn in Zurndorf hat mit der Inbetriebnahme des ersten heimischen Windparks im Jahr 1997 die Erfolgsgeschichte der Windenergie im Burgenland begonnen. Gerbavsits: „Die Burgenländer sind sich der Verantwortung für eine ökologische und nachhaltige Energiegewinnung bewusst. Sie haben uns auf unserem Weg begleitet und diesen erst ermöglicht. Mit unseren Beteiligungsprojekten wollen wir unsere Verbundenheit mit den Burgenländern demonstrieren und uns bei ihnen bedanken! Nachdem wir nun bestätigt bekamen, dass das Interesse an einer Beteiligung enorm ist, werden weitere derartige Angebote folgen. Und zwar sowohl im Windbereich, als auch auf dem Sektor Photovoltaik.“