14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Österreich: Jährlich mehr als vier Milliarden Euro für klimaschädliche Förderungen

Neue WIFO Studie zeigt, dass Förderungen neben den gewünschten sozial- oder wirtschaftspolitischen Zielen häufig auch negative Effekte auf die Umwelt mit sich bringen

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Die vom Klima- und Energiefonds in Auftrag gegebene Studio des Wirtschaftsforschungsinstitus WIFO wurde diese Woche präsentiert.

Die Studienergebnisse im Überblick: Verkehr, Energie und Wohnbau als Profiteure

Laut Studie entfallen auf den Verkehr Förderungen in der Höhe von 2,0 bis 2,2 Mrd. € jährlich, die zu drei Vierteln dem Straßenverkehr zugutekommen. Dabei schlagen insbesondere Dieselsteuerbegünstigung, Pendlerförderung oder auch pauschale Dienstwagenbesteuerungen zu Buche. Ein weiteres Viertel ist dem Flugverkehr zuzurechnen. Energieerzeugung und -verbrauch erhalten durchschnittlich Subventionen in der Höhe von 1,4 bis 1,7 Mrd. € pro Jahr. Dies betrifft sowohl die Energieerzeugung, beispielweise in Form von der Energiesteuer-Befreiung der Stromerzeugung, als auch den Energieverbrauch zum Beispiel über Energieabgaben-Vergütung für die Industrie. Der Bereich Wohnbau erhält ein Fördervolumen von 390 bis 790 Mio. € p.a. Die Subventionen fördern hier den sozialpolitisch begrüßenswerten, jedoch aus umwelttechnischer Sicht nicht immer effizient geplanten Neubau von Eigenheimen, die Errichtung neuer Verkehrsflächen oder begünstigen die Bereitstellung bzw. Nutzung von Abstellplätzen.

Insgesamt erreichen die so quantifizierten umweltkritischen Förderungen in Österreich im Durchschnitt der letzten Jahre (i.d.R. 2010-2013) ein Volumen von 3,8 bis 4,7 Mrd. Euro jährlich, verteilt auf die Bereiche Verkehr, Energie und Wohnen.

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