14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Schultes: Atomstrom ist einziges Kosten-Desaster für Steuerzahler

Tschernobyl: 4.300 Quadratkilometer Lebensraum dauerhaft zerstört

© Umweltdachverband - www.umweltdachverband.at
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"Atomstrom ist schlicht unfinanzierbar, wenn man die Risiken und Belastungen berechnet, die derzeit den nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden. Nicht nur, dass die Kosten für eine Endlagerung des Atommülls völlig offen sind, weil es bis zu einer Million Jahre dauert, bis die Radioaktivität auf ein für den Menschen unschädliches Maß gesunken sein wird, auch der Rückbau von alten AKW ist wesentlich teurer als angenommen, wie der Atomkraftausstieg in Deutschland zeigt. Die EU-Kommission schätzt die Kosten für den AKW-Rückbau und die Atommülllagerung in der EU bis zum Jahr 2050 auf mindestens 250 Mrd. Euro, was Experten als viel zu niedrig einstufen. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass Ökostrom aus allen erneuerbaren Energiequellen wesentlich kostengünstiger und sicherer bereitgestellt werden kann. Neben Windkraft und Photovoltaik brauchen wir Biogas- und Biomasse-Anlagen, die das ganze Jahr verlässlich Strom- und Wärme bereitstellen, um den nachhaltigen Umbau unseres Energiesystems zu ermöglichen.

Atomkraft in jeder Hinsicht gefährlich

"Wie die Katastrophe von Tschernobyl, aber auch andere Atomunfälle klar zeigen, ist Kernkraft in jeder Hinsicht höchst riskant: Sie gefährdet nicht nur die Sicherheit und Gesundheit der Menschen, sie verursacht auch Kosten, deren Höhe unvorstellbar und deren Dauer unermesslich sind. Dem gegenüber steht die erneuerbare Energie, welche die Umwelt schont, einen Bruchteil kostet und den Menschen hilft", so Schultes.

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