14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Deutschland: EEG-Reform

Mit der Novelle 2016 hält die deutsche Bundesregierung an ihren Ausbauzielen fest.

Die wichtigsten Eckpunkte der Novelle sind hier angeführt.

  • Das Fördersystem soll für einzelne Technologien adaptiert werden. Bei Windenergie bleibt es unverändert bei der gleitenden Marktprämie mit Direktvermarktung des Stromes durch den Ökostrombetreiber, wie dies bereits im EEG 2014 verpflichtend (und seit 2009 wahlweise) vorgesehen war.
  • Weiterhin ist eine klare Zielsetzung verankert: Ausbaupfad für Strom aus erneuerbarer Energie mit Stromanteilen von 40 bis 45 Prozent im Jahr 2025, 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 und mindestens 80 Prozent bis 2050.
  • Die Förderhöhe soll in Zukunft für große Anlagen (bei PV, Windenergie und Biomasse), durch eine vorgeschaltete Ausschreibung (Auktion) bestimmt werden und nicht mehr wie bisher per Gesetz.
  • Wenn keine sinnvollen Ergebnisse mangels Wettbewerb zu erwarten sind, werden die Technologien von den Ausschreibungen ausgenommen (generell bei Wasserkraft, Geothermie, PV)
  • Ziel ist eine strengere Mengensteuerung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Im Unterschied zum österreichischen Modell, welches jährlich begrenzte Fördertöpfe (Deckelung) enthält, hatte das EEG bisher keine Begrenzungen.
  • Eindeutiges Ziel ist es, den Betreibern der fossilen und nuklearen Kraftwerke in Deutschland ein berechenbareres Umfeld für ihre Rentabilität zu bieten.
  • Für Windkraft an Land (on shore) ist eine Zielsetzung von jährlich 2.800 MW Ausbau (ab dem Jahr 2020 2.900 MW) verankert. Dies wäre zwar geringer als der Ausbau in den letzten Jahren, aber noch immer ein Ausbau auf hohem Niveau. Das standortdifferenzierte Fördersystem über Prämien (Referenzertragsmodell) wird weiterentwickelt und auch bei der Einführung von Ausschreibungen beibehalten.
  • Wie bereits bisher ist auch diesmal keine Investitionsförderung für Erneuerbare Energien vorgesehen

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