14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Windräder und Großtrappen

Die Großtrappe war bis vor der Nutzung der Windkraft im Burgenland fast ausgestorben, nun ist die Population deutlich angewachsen - trotz forciertem Windkraftausbau

© Energie Burgenland
 © Energie Burgenland

Wie der ORF berichtet, gab es bis Mitte der 90er-Jahre gerade einmal noch 20 Großtrappen. Dieser Vogel zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln weltweit. Die Windkraft-Nutzung begann im Burgenland 1997 in Halbturn. Seither wurden über 400 Großwindkraftanlagen im Burgenland errichtet. Primär im Bezirk Neusiedl am See. Das Burgenland erzeugt schon mehr Strom aus Windenergie, als das Bundesland selbst verbraucht - und versorgt somit bereits die Bundeshauptstadt Wien stark mit.

Im Burgenland leben wieder an die 500 Großtrappen

Wer sich an die Anfänge der Windkraft und die damals geäußerten Sorgen erinnern kann, weiß, dass vor allem die Großtrappe als Grund zur Verhinderung des Windausbaus genannt wurde. Insofern ist es erfreulich, dass ausgerechnet in einer der Windkraft-Vorzeige-Regionen Europas sich eine vom Aussterben bedrohte Vogelart erholt hat. Das Beispiel macht klar, dass ein starker Windkraftausbau mit einem starken Vogelschutz vereinbar ist, wenn alle Parteien - von der Politik bis zum Naturschutz - konstruktiv an einem Strang ziehen.

Weiterführende Links

Zum ORF-Bericht