14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Jahresbericht 2016/17

Die Windenergie ist heute fester und wichtiger Bestandteil der österreichischen Stromversorgung und mit rund 5.000 Arbeitsplätzen auch ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor.

[1496905542058766_2.jpg]
 

Mit einer Jahresproduktion von 5,7 Milliarden Kilowattstunden – wenn alle Anlagen am Netz und ein Jahr in Betrieb sind – liefert Windstrom schon mehr als 9% des österreichischen Stromverbrauches. Mehr als 40% aller Haushalte können damit versorgt werden. Mit einem Zubau von 228 neuen MW konnte die gesamte Windkraftleistung mit Ende 2016 auf 2.632 MW gesteigert werden. Soweit die erfreulichen Nachrichten.

Weniger erfreulich ist die nun schon Jahre währende Tatenlosigkeit in der österreichischen Energiepolitik.

Nur 75 Windkraftanlagen konnten 2016 gebaut werden, für 2017 erwarten wir gar nur mehr 60 Anlagen. Die bei der OeMAG aufgestaute Warteschlange an baureifen Windkraftprojekten wird immer länger, der Ärger in der Bevölkerung immer größer. Seit 2015 erreichen immer mehr Anlagen das Ende ihrer Förderlaufzeit, was die gesamten Förderkosten erheblich reduziert. Rechnet man die Kosten für den Abbau der Warteschlange damit gegen, würden die Gesamtkosten für die Förderung von Windenergie 2021 nahezu auf demselben Niveau wie 2017 zu liegen kommen. Die Regierung arbeitet hier gegen den Willen der Bevölkerung. In Umfragen zur Stromversorgung der Zukunft erhalten Windkraftwerke eine Zustimmung von über 80% der Menschen in diesem Land. Nur mit dieser hohen Akzeptanz und dem Konsens in den Gemeinden war es möglich, die heute vorhandene Windkraftleistung zu installieren. Diese Akzeptanz war und ist der eigentliche Rückenwind für die Energiewende, sie muss aber immer wieder neu gewonnen und erhalten werden. Das fossile Zeitalter geht zu Ende. Langfristig ist die Ausrichtung auf erneuerbare Energien der einzige Weg. Die Steinzeit ist nicht zu Ende gegangen, weil keine Steine mehr da waren, sondern weil bessere Lösungen gefunden wurden.

Aktiv werden und Petition für die Ökostromnovelle unterschreiben

Aufgrund der aktuellen Lage haben die Erneuerbare-Energien-Verbände und die Umweltschutzorganisationen Greenpeace, GLOBAL 2000 und WWF eine Petition gestartet, mit der alle Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit haben, die Umsetzung der Ökostromnovelle auch persönlich einzufordern. Denn die Bevölkerung hat die Notwendigkeit des Klimaschutzes längst verstanden und will auch den starken Ausbau der erneuerbaren Energien.

www.erneuerbare-energie.at/petition

Downloads