14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Energiebranche bleibt in Bewegung

Beim Auftakt der Grant Thornton Energy Talks am 9. Oktober 2017 stand die Marktintegration der erneuerbaren Energieträger im Mittelpunkt

© Grant Thornton
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Bei der Premiere der Grant Thornton Energy Talks diskutierten Wolfgang Urbantschitsch, E-Control Austria, Martin Graf, Energie Steiermark AG, Stefan Moidl, IG Windkraft und Melchior Karigl, European Investment Bank, unter Moderation von Gastgeber Karl Newertal, Grant Thornton, angeregt über die Voraussetzungen, die für die erfolgreiche Marktintegration der Erneuerbaren Energieträger notwendig sind. Dafür sei ein gesamteuropäischer Schulterschluss erforderlich, waren sich alle einig.

Wolfgang Urbantschitsch gab in seiner Keynote eine Übersicht der aktuellen regulatorischen Themen: vom Clean Energy Package, über die Zukunft der Netztarife bis hin zur deutsch-österreichischen Preiszone. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, bemängelte, dass es kein Incentive für fossile Energieerzeuger und Atomkraftwerke gebe, „nach 40 Jahren vom Netz zu gehen“. Denn die bestehende Gestaltung des Markts sei für fossile und atomare Energieträger ausgerichtet. Bis zur gerechten Umgestaltung der Marktvoraussetzungen sei der weitere Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung ohne entsprechende Förderungen nicht möglich. Bei der European Investment Bank würden Finanzierungen von Energieprojekten höchste Priorität genießen, betonte Banker Melchior Karigl, insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien. „Windkraft spielt in der Steiermark weiterhin eine Rolle“, bekräftigte Martin Graf, Vorstand der Energie Steiermark, und richtete einen Appell für mehr Verteilungsgerechtigkeit an die Politik. Als innovatives Unternehmen setze die Energie Steiermark auf branchenübergreifende Geschäftsmodelle, die durch die Digitalisierung möglich werden. So habe die Energie Steiermark bereits 2015 mit einem Bankinstitut eine erfolgreiche Kooperation ins Leben gerufen. Die Diskussion zeigte auf, dass die Digitalisierung auch die Energiebranche verändern wird. Wolfgang Urbantschitsch betonte aber, dass die funktionierende Erzeugung, Verteilung und Übertragung von Energie nicht durch die Blockchain ersetzt werden könne.

Aussendung: Grand Thornton