14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Faktencheck Energiewende 2017/2018:

Ein Jahr nach Trump – kein Comeback der Kohle

© Klima- und Energiefonds/APA-Fotoservice/Rastegar
 © Klima- und Energiefonds/APA-Fotoservice/Rastegar

Klima- und Energiefonds und Erneuerbare Energie Österreich räumen mit Mythen zum Energiesystem auf. www.faktencheck-energiewende.at

Der Erfolg der erneuerbaren Energien, die Dezentralisierung, die aufstrebende Elektromobilität und die Digitalisierung verändern unser Energiesystem grundlegend. Das bestätigt der „Faktencheck Energiewende 2017/2018“, den der Klima- und Energiefonds und Erneuerbare Energie Österreich heute präsentierten. Bereits zum vierten Mal räumen die Herausgeber mit aktuellen Mythen rund um die Energieversorgung der Zukunft auf.

Klares Bekenntnis zur Energiewende

Auf den Tag genau ein Jahr nach der Wahl von US-Präsident Trump und kurz nach Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn sind sich die Experten einig: Ein Comeback der Kohle findet nicht statt. „Donald Trump hat die Energiewende nicht zum Stocken gebracht, im Gegenteil: die Weltengemeinschaft ist näher zusammengerückt und bekennt sich umso entschlossener zu den Pariser Zielen“, betont Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. „Ein Musterbeispiel dafür ist die Energiegewinnung aus Kohle: Seit 2013 sinkt die Stromproduktion auf Basis von Kohle kontinuierlich, die Zahl neu geplanter Kohlekraftwerke geht global sogar um 62 % zurück. Zugkraft dieser Entwicklung sind vor allem die sinkenden Kosten im Bereich Windkraft und Photovoltaik.“

Erneuerbare: Weltmarkt als Chance für Österreichs Wirtschaft

Eine besondere Bedeutung kommt dem Stromsektor zu. Dieser wird von der weltweit enormen technologischen Entwicklung bei Erneuerbaren und Speichertechnologien geprägt. „Auch ein durch die Integration von Wärme, Energie und Mobilität erhöhter Strombedarf ist bis 2030 zu 100 % aus erneuerbaren Quellen abdeckbar. Zusätzlich würde der vollständige Umstieg auf Erneuerbare zehntausende neue Arbeitsplätze schaffen“, bekräftigt Höbarth.

Weitere Infos: www.faktencheck-energiewende.at