14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

GLOBAL 2000-AktivistInnen bei Großdemonstration am Hambacher Wald: „Hambi bleibt!“

UmweltschützerInnen protestieren friedlich und bunt für Klimaschutz sowie den Erhalt eines wertvollen Stücks Natur.

[1537343702702143_2.jpg]
 

Am Samstag fand eine Großdemonstration für den Erhalt des Hambacher Waldes in der Nähe von Köln statt. Mit dabei waren auch AktivistInnen aus Österreich von der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. „Der Einsatz für Klima- und Umweltschutz kennt keine Staatsgrenzen. Wir wollen den Menschen hier zeigen, dass es auch außerhalb Deutschlands Viele gibt, die mitfiebern und denen der Erhalt dieses wertvollen Stücks Natur am Herzen liegt. Es war auch ein Tag der Freude, weil gestern gerichtlich ein Rodungsstopp verordnet wurde. Für uns steht fest: Der Hambacher Wald darf nicht am Altar einer rücksichtslosen Energiepolitik geopfert werden. Wir müssen raus aus Kohle und rein in erneuerbare Energien“, fordert Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

Von dem ursprünglich 4.000 Hektar großen Gebiet musste ein Großteil bereits den Kohlebaggern weichen. 550 Hektar ursprünglicher Wald sind aber noch vorhanden. Er beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten, wie den Mittelspecht, den Springfrosch, die Bachsteinfledermaus oder die Haselmaus. Tierarten, die teilweise stark gefährdet sind und unter strengem Schutz stehen. „Die Nachdenkpause durch den gerichtlich verfügten Rodungsstopp muss jetzt zu einem Umdenken genutzt werden. in Zeiten der globalen Klimakrise muss dieser einzigartige Wald rasch unter Naturschutz gestellt sowie erweitert werden“, sagt Wahlmüller.

Europaweit gibt es als Folge von Luftschadstoffemissionen der Kohleverstromung jährlich 18.200 vorzeitige Todesfälle und 8.500 neue Fälle chronischer Bronchitis. Allein im Gesundheitssystem entstehen dadurch europaweit Folgekosten im Ausmaß von jährlich 42,8 Mrd. Euro.* Das in der Nähe von Hambach betriebene Kohlekraftwerk Neurath zählt zu den zehn dreckigsten und gesundheitsschädlichsten Kohlekraftwerken in der gesamten Europäischen Union.

Würden die massiven Schäden an Natur, Klima und der Gesundheit der Bevölkerung in den Strompreis der Kohle eingerechnet werden, wäre sie heute bereits nicht mehr konkurrenzfähig.

Weiterführende Links

Aussendung: Global 2000