14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Strom hat geringen Einfluß auf die Produktionskosten

Energiekosten werden oft als relevante Faktoren für die produzierende Wirtschaft angeführt. Ein Vergleich der Produktionskosten, den die Boston Consulting Group in regelmäßigen Abständen veröffentlicht, zeigt die wahren Relationen auf.

© Energiefakten
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Energiekosten werden oft als relevante Faktoren für die produzierende Wirtschaft angeführt. Ein Vergleich der Produktionskosten, den die Boston Consulting Group in regelmäßigen Abständen veröffentlicht, zeigt die wahren Relationen auf.

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Offensichtlich ist der enorme Einfluss der Lohnkosten auf die Produktionskosten im globalen Wettbewerb. Hinter den Lohnkosten stehen neben unterschiedlichen Lebensstandards natürlich unter anderem auch Währungskursunterschiede. Der Anteil der Elektrizität an den Gesamtkosten ist im Vergleich dazu relativ gering. Deutliche Kostenvorteile haben vor allem Länder mit einem hohen Anteil oder ausschließlich staatlicher Energieversorgung, da die Stromversorgung in diesen Ländern weitgehend über Steuergelder quersubventioniert wird. Die direkten Kosten für die KundInnen sind somit gering. Ein wesentlicher Faktor für die produzierende Wirtschaft sind neben Lohn- und Stromkosten auch die Preise für Erdgas. Länder mit eigenen, günstigen Vorkommen haben hier einen Kostenvorteil. Das ist vor allem im Vergleich der Vereinigten Staaten mit europäischen Ländern offensichtlich. Die USA verfügen aus geologischen Gründen und aufgrund niedriger ökologischer Auflagen über „günstige“ Gasressourcen, während in Europa Erdgas zu 73% importiert werden muss. Betrachtet man exportstarke Volkswirtschaften, so zeigt sich allerdings, dass diese Kostenkomponenten nicht ausreichen, um nur aus ihnen Vor- und Nachteile für erfolgreiche Nationen ableiten zu können.


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Weitere Infos: Dachverband Erneuerbare Energie Österreich - www.erneuerbare-energie.at