14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Senvion hat Insolvenz angemeldet

Mit dem Ziel, ihr Transformationsprogramm weiter umzusetzen, hat die Senvion GmbH zur Sanierung des Unternehmens einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Dieses vorläufige Eigenverwaltungsverfahren bezieht sich auf die Senvion GmbH sowie deren Tochtergesellschaft Senvion Deutschland GmbH.

Die Diskussionen mit den Kreditgebern des Unternehmens blieben bisher erfolglos. Ziel des Verfahrens ist die Fortsetzung des eingeschlagenen umfangreichen Transformationsprogramms, welches der CEO und die Geschäftsleitung zu Jahresbeginn gestartet haben. Parallel hierzu befinden sich Kreditgeber und wesentliche Anleihegläubiger aktuell weiterhin in intensiven Diskussionen zu einem bestehenden Finanzierungsangebot, um die Unterstützung des laufenden Geschäfts sicherzustellen. In diesem Falle könnte das Unternehmen den eingeleiteten Prozess erfolgreich abbrechen.

Tagesgeschäft läuft weiter

Das Tagesgeschäft von Senvion soll im Rahmen der Eigenverwaltung weitergeführt werden. Im Einzelnen bedeutet dies:
Geschäftsleitungsangelegenheiten werden unverändert von der Geschäftsleitung ausgeführt
Das Servicegeschäft und die Produktion sollen weitergeführt werden
Die Unterstützung von Kunden und Zulieferern ist erfolgsentscheidend.
Senvion wird das eingeleitete Transformationsprogramm mit dem Ziel fortsetzen, das Unternehmen weiter zu stabilisieren und zu stärken. Dabei wird sich Senvion auf die attraktivsten Märkte konzentrieren, sein Produktportfolio fokussieren und im Servicegeschäft und bei den Materialkosten effizienter zu werden.
• Nach der Eröffnung des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens durch das Amtsgericht will Senvion sich schnellstmöglich mit seinen Kunden treffen, um Pläne zur Unterstützung der Kontinuität seines Installationsplans und seines Servicegeschäfts zu vereinbaren. Senvion ist stolz darauf, einen erstklassigen O&M-Service anzubieten, und das gesamte Managementteam, inklusive der beiden Restrukturierungsexperten, wird der Aufrechterhaltung und Verbesserung dieser Kapazitäten Vorrang einräumen, auch während der vorläufigen Eigenverwaltungsphase.

Yves Rannou, CEO von Senvion, sagte: „Auch wenn es uns bisher noch nicht gelungen ist, durch eine Refinanzierung etwas mehr Freiraum zu gewinnen, so können wir doch auf ein grundsätzlich solides und starkes Geschäftsmodell bauen. Gemeinsam mit unserer gesamten Mannschaft implementiert die Geschäftsleitung Maßnahmen, mit denen wir wieder eine stabile Lage gewinnen wollen. Das jetzt beantragte Verfahren einer vorläufigen Insolvenz in Eigenverwaltung räumt uns die notwendige Flexibilität ein, mit der wir unser Transformationsprogramm schneller umsetzen können. Wir diskutieren aktuell Finanzierungsoptionen, falls erfolgreich könnten wir den eingeleiteten Prozess abbrechen. Wie bisher werden wir auch weiterhin unermüdlich daran arbeiten, unser Sanierungsprogramm ohne Verzögerung fortzusetzen. Dabei bauen wir auf unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, und unsere Zulieferer. Ich bin überzeugt dass sich unsere Mühe lohnen wird und wir Senvion mit der eigenverwalteten Sanierung stabilisieren und stärken können. Dies ist vor allem auch dank des Einsatzes unserer Teams sowie der Unterstützung des Aufsichtsrats und unseres Hauptaktionärs Centerbridge möglich.“