14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Waldviertler Energiewende-Unternehmen W.E.B eröffnete Windpark in Piombino

LH-Stellvertreter Pernkopf: Blau-gelbe Energiewende erreicht die Toskana

© W.E.B
 © W.E.B

Gemeinsam mit 70 Klein-Aktionären aus Niederösterreich, dem W.E.B-Aufsichtsrat und Vorstand sowie vielen regionalen Vertretern hat LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gestern Nachmittag den Windpark Foce del Cornia in der toskanischen Hafenstadt Piombino eröffnet. Sechs Windräder mit einer Gesamtleistung von 19,8 Megawatt erzeugen dort ab sofort Strom für 15.000 Haushalte. Damit kann nun die gesamte Stadt mit sauberem Windstrom versorgt werden.

© W.E.B WEB Windenergie AG
 © W.E.B WEB Windenergie AG

LH-Stellvertreter Pernkopf bei der Eröffnung: „Niederösterreich ist Vorreiter beim Klimaschutz und der Energiewende. Vor allem gemeinsam mit innovativen heimischen Unternehmen wie der W.E.B ist uns das gelungen. Seit 2015 erzeugen wir 100 Prozent des Strombedarfs aus Erneuerbarer Energie. Das hilft nicht nur dem Klima, sondern auch der Wirtschaft. Denn aktuell haben wir in Niederösterreich bereits 40.000 Green Jobs, viele davon im ländlichen Raum, wie etwa in Pfaffenschlag, wo die W.E.B seit 25 Jahren ihre Firmenzentrale hat.“

W.E.B-Vorstand Frank Dumeier: „Wir sind vom Waldviertler Start-Up zum internationalen Energiewende-Unternehmen geworden. Wenn heute alle vom Klimawandel reden, dann sind wir seit 25 Jahren Teil der Lösung. Wir helfen mit unserem Know-how jetzt auch gerne der Toskana. Nicht nur, weil wir damit dem Klima helfen, sondern auch weil es eine wirtschaftliche Chance für uns bedeutet und wir damit auch weitere Arbeitsplätze im Waldviertel schaffen können.“

Aktuell kann die Toskana rund 40 Prozent ihres Strombedarfs mit Erneuerbarer Energie decken. Federica Fratoni, Umwelt-Regionalrätin der Toskana: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energie ist für uns derzeit sehr wichtig, wir möchten bis 2050 keine fossile Energie mehr benutzen. Wir möchten einen Mix aus verschiedenen Quellen nutzen, Geothermie, Sonnenkraft und auch die Windkraft. Dafür haben wir einen klaren Plan und werden wir an weiteren Windparks im Ausmaß von insgesamt 150 Megawatt arbeiten.“

W.E.B-Finanzvorstand Michael Trcka ergänzt: „Es ist unser Erfolgsrezept, immer im Waldviertel geblieben zu sein. Denn wenn man sich auf die gesamte Mannschaft jederzeit verlassen kann, dann kann man auch Projekte wie hier in der Toskana stemmen und damit auch in der Waldviertler Heimat wachsen. Wir haben einen Spirit entwickelt, den spürt man bei unserer Mannschaft und den spürt man auch bei unseren vielen Aktionären, die von Anbeginn an uns glauben.“

Die W.E.B war schon bisher in Italien aktiv, allerdings bisher nur im Bereich der Photovoltaik. Der neue Standort für die sechs Windräder liegt nahe der Mittelmeerküste in einem alten Industriegebiet. Stabile Windverhältnisse und gute Netzverfügbarkeiten machen ihn zu einem ausgezeichneten Projektstandort. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 178 Menschen, davon alleine 120 in der Zentrale in Pfaffenschlag. Dort hat das Unternehmen erst vor kurzem ihr 25-Jahr Jubiläum gefeiert. „Auch die aktuelle österreichische Ökostrom-Novelle wird weitere Investitionen auslösen und damit zusätzliche regionale Arbeitsplätze schaffen,“ so Pernkopf und Dumeier abschließend.

Aussendung: Land NÖ