14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Internationale Beispiele zeigen: Erfolgreiche Klimapolitik auch in Österreich möglich

GLOBAL 2000 analysiert die Klimapolitik in Dänemark, Schweden, Finnland und der Schweiz: Mit einer Öko-sozialen Steuerreform, kombiniert mit hohen Umweltstandards kommt man zum Erfolg.

Bild: © Global 2000Bild: © Global 2000

Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 veröffentlicht heute eine Analyse der Klimapolitik ausgewählter Staaten, die Erfolge beim Klimaschutz aufweisen können. Dabei wurde die Klimapolitik von Dänemark, Schweden, Finnland und der Schweiz untersucht. Gemeinsam mit Österreich haben alle diese Staaten, dass sie in den letzten Jahrzehnten eine starke wirtschaftliche Entwicklung hinter sich haben. Im Gegensatz zu Österreich wurden die CO2-Emissionen aber verringert. "Es ist beachtlich, dass sowohl Dänemark, als auch Schweden, Finnland und die Schweiz ihre CO2-Emissionen deutlich reduziert haben, obwohl es gleichzeitig starkes Wirtschaftswachstum gab. Mit einer Öko-sozialen Steuerreform, klaren gesetzlichen Regeln und Zukunftsinvestitionen in Form von einer Klimaschutzmilliarde pro Jahr, könnte Österreich rasch in das Feld der Klima-Top-Performer aufsteigen. Die Bevölkerung würde von besserem öffentlichen Verkehr und mehr Unterstützung bei Gebäudesanierung und Heizkesseltausch profitieren und wir uns unabhängig von fossilen Energieimporten machen", sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

In der politischen Diskussion wird oft das Argument gebracht, dass die Atomenergie der Grund ist, warum es diesen Ländern gelingt, Treibhausgase zu reduzieren und Österreich nicht. Doch das ist falsch: Das Land mit den größten Reduktionen (Dänemark -29%) hat keine Atomkraftwerke, in Schweden ist der Anteil der Atomenergie an der Stromproduktion in den letzten 15 Jahren von 50% auf 40% zurückgegangen, in Finnland bleibt der Anteil mit 32% weitgehend konstant. Damit kann also die Reduktion an Treibhausgasen nicht erklärt werden. "Atomkraft ist eine gefährliche Technologie, die rasch und unverzüglich beendet werden muss. In der österreichischen Diskussion sollte sie nicht länger als Ablenkungsmanöver verwendet werden. Länder wie Dänemark reduzieren ihre Treibhausgasemissionen ganz ohne Atomkraft und auch Österreich könnte das mit entsprechendem politischen Willen.