14. Österreichisches Windsymposium24. bis 25. November 2020

Rechenfehler – Infraschall von Windrädern viel schwächer als behauptet

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) räumt Messfehler bei einer vor allem von Windkraftgegnern vielzitierten Studie zum Infraschall (2005) ein

Bild: © Mary Theresa McLeanBild: © Mary Theresa McLean

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat sich in ihrer viel zitierten Studie „Der unhörbare Lärm von Windkraftanlagen“ aus dem Jahr 2005 schlicht verrechnet. Und zwar um mehr als den Faktor 1.000. Die angegebene Zahl von rund 100 Dezibel bei Windrädern sei um 36 Dezibel zu hoch gewesen. Stefan Holzheu, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung, Universität Bayreuth, räumt ein, dass es ein grober wissenschaftlicher Fehler der BGR war, dass sie ihre Schalldruckpegel nie mit den Messungen anderer Institutionen verglichen hat.
Die Bundesanstalt BGR hat die offensichtlich falsche Studie inzwischen aus dem Netz genommen und eine Überarbeitung angekündigt.

Aktuell gibt es keine wissenschaftlichen Publikationen, die relevante Schalldrücke belegen. Auch die erst kürzlich veröffentlichte zweijährige Studie aus Finnland, konnte keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Infraschall bei Anrainer*innen von Windrädern feststellen.

Weiterführende Links

Hier geht es zum Interview: Rechenfehler der BGR: Infraschall von WEA viel schwächer als behauptet
Hier geht es zur BGR – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Langfassung der Finnischen Studie